Mont Blanc 2003:Vom 9.7.03 bis 20.7.03 waren Ulli, Heidi, Markus und ich in den Alpen unterwegs. Höhepunkt dieser Reise war der 4808 Meter hohe Mont Blanc. Der Kaiser-Max-Steig (angeblich der schwierigste Klettersteig der Ostalpen) in der Martinswand in Tirol war unser erstes Etappenziel. Weiter ging es über die Schweiz wo wir zur Akklimation die Weißmies (4027) bestiegen. Nach der erfolgreichen Besteigung stand ein Rasttag am Programm, um anschließend den Mont Blanc in Angriff zu nehmen, dessen Gipfel wir am 14.7. erreichten. Danach fuhren wir weiter nach Val d'Isére wo wir noch den schwierigsten Klettersteig der Westalpen durchstiegen. Zum Abschluss verbrachten wir noch einige Tage mit leichten Plattenklettereien und relaxen am Gardasee. Wir hatten bei dieser Reise durchgehend traumhaftes Wetter, nur in Val d'Isére entkamen wir nur knapp einem herannahenden Gewitter. |
|
| Tagebuch (nachträglich verfasst): | |
| 9.7.03:
Wir starteten mit einem, auf Grund der umfangreichen Camping- und Bergsportausrüstung, bis unter das Dach vollgeladenen Zafira, den wir außerdem mit einem ebenfalls vollen Sarg ausstatteten. Ein Rucksack musste aber trotzdem auf dem Mittelsitz untergebracht werden. Nach der Tour (siehe unten) fuhren wir noch bis zu einem Schweizer Campingplatz mit Badesee |
![]() |
|
Kaiser-Max-Steig (Auszug aus meinem Tourenbuch): Aufstieg vom Parkplatz in der Nähe von Imst. Nach wenigen Minuten waren wir am Einstieg des Max Plank Klettersteiges angelangt. Nach einem kurzen Fototermin ging’s los und nach der Hälfte der angegebenen Durchstiegsdauer standen wir am Ausstieg. Der schwierigste (!?) Klettersteig der Ostalpen war somit bezwungen. Die gewonnene Zeit wurde aber beim Abstieg wieder zum Teil versch..... weil wir dem Schild „Achtung Absturtzgefahr“ keine Beachtung schenkten, ein Stromkabel mit einem Sicherungsseil verwechselten und uns schließlich mitten im Steinbruch vor einem Felsabbruch wiederfanden. Folglich mussten wir wieder nach oben um den anfangs noch weiter bergauf führenden Normalabstieg zu wählen. |
|
| 10.7.03
Nachdem die Rucksäcke logistisch gepackt worden waren, machten wir uns auf den Weg nach Saas Grund, fuhren mit der Seilbahn bis zur Mittelstation und stiegen zur Weißmieshütte auf. |
![]() |
| 11.7.03:
Die Besteigung der Weißmies stand heute am Programm. Es fiel uns nicht allzu schwer die Hütte frühmorgens zu verlassen, da wir, nachdem wir auf eine sauteure Halbpension verzichtet haben und uns für eine Einfache Übernachtung, die auch noch genug kostete, entschieden, ein wenig wie Aussätzige behandelt wurden. Außerdem war es nicht möglich gut zu schlafen. |
![]() |
|
Weißmies 4027m (Auszug aus meinem Tourenbuch): Um drei Uhr Weckruf und nach einem bescheidenen Frühstück geht’s los. Ulli beschließt selbstsicher jenen Weg zu nehmen der gleich hinter der Hütte nach rechts den Hang quert, auch wenn wir dabei die einzigen sind. Die Anderen gehen ja alle woanders hin und außerdem sind wir die Ersten. Karte haben wir keine. Schließlich stehen wir bei einem Steinmandl, geradeaus geht’s nicht mehr weiter, also den Schotterrücken raufkoffern bis wir da endlich auch anstehen. Hilft nix, wir queren den Hang, wild durch verblocktes Gelände, zurück (der Höhenmesser zeigt noch immer nicht viele gewonnene Meter an). Ulli fängt wie wir es von ihr in solchen Situationen gewohnt sind zum rennen an. Nur Markus wundert sich darüber. Nach gut einer Stunde, als es allmählich hell wird stehen wir doch wieder einmal auf einem Weg, nur wenige Höhenmeter über der Hütte. Wenigstens sind wir jetzt nicht mehr die Ersten und können anderen Gruppen nachgehen. Trotzdem würde Heidi Ulli am liebsten ... Weiter über die Bergstation der Seilbahn zum Gletscher (ziemlich zerfurcht) und über zahlreiche Spalten immer der Spur nach zum Gipfel (erster 4000er). Abstieg wie Aufstieg, jedoch ohne Variante und mit kurzem Stau bei der Leiter, die die breiteste Spalte überbrückt. |
|
| 12.7.03:
Rasttag in Chamonix, der Campingplatz ("Deux Glacier") war wirklich sehr schön angelegt und gemütlich (viel grün, Bächlein rinnen quer durchs Gelände,...) und auch Chamonix ist meiner Meinung nach eine ganz ansprechende Stadt. Wir informierten uns noch beim hervorragenden Wetterbericht über die Bedingungen der nächsten Tage. Leider war eine Überschreitung auf Grund eines ca. 5m großen Eisabbruches in diesem Jahr nicht problemlos möglich ("Jahrhundertsommer") und wir beschlossen den sicheren Normalweg im Auf- und Abstieg zu verwenden. |
|
| 13.7.03:
Endlich nehmen wir unser eigentliches Ziel in Angriff. Wir fahren mit der Seilbahn von les Houches und mit der Zahnradbahn weiter auf rund 2300m (schon wieder Bahn!!). |
![]() |
| Von der Bergstation gingen wir über die „Refuge de Tête Roussé“ und das Grand Couloir zur Gouter - Hütte (ca. 3800m). Um nicht im Gastzimmer auf dem Boden schlafen zu müssen leisteten wir uns diesmal doch eine Halbpension (die natürlich ebenfalls unglaublich überteuert war). |
|
| 14.7.03:
Ein traumhaftes Wetter und beste Bedingungen erwarteten uns an unserem Gipfeltag. Es war so warm, dass man auch in 4808m Höhe nur ein langärmliges Leiberl benötigte! Die Aussicht war ebenfalls gigantisch. Leider hatte Ulli große Probleme mit ihrem Auge. |
|
|
Mont Blanc 4808m (Auszug aus meinem Tourenbuch): Wir brachen am Montag um drei Uhr zum Mont Blanc auf. Ich führte die Seilschaft weil Ulli nur mehr über ein funktionstüchtiges Auge verfügte (Hornhautverletzung). Wir stiegen über den Dome de Gouter und das Vallot - Biwak zum Gipfel auf und standen wir um acht Uhr am höchsten Punkt Europas. Das Wetter hätte nicht besser sein können (Aussicht!). Abstieg wie Aufstieg mit Rast in der Gouter - Hütte. Die 2500 Höhenmeter schienen gar nicht mehr aufzuhören. |
|
|
15.7.03 Wir setzten unsere Fahrt nach Val d'Isére fort und machten es uns, nachdem Ulli ihr Augenproblem wieder halbwegs im Griff hatte, auf dem kleinen Campingplatz gemütlich. |
|
| 16.7.03
Der Klettersteig "Via ferrata de la Tovière" war unser heutiges Ziel. Auch er stellte für uns eigentlich kein Problem dar. Wir setzten unsere Fahrt noch am selben Tag bis zum Gardasee fort. |
![]() |
| "Via ferrata de la Tovière" (Auszug aus meinem Tourenbuch):
Es handelt sich hierbei um den schwierigsten Klettersteig der Westalpen bei Val d’Isère. Der untere Teil ließ sich das nicht anmerken, dafür war er ziemlich staubig. Oben wurde es schließlich doch noch interessanter. Auf eine ca. 40 m lange Hängebrücke folgte eine schöne exponierte senkrechte Platte. Ein herannahendes Gewitter, das aber zum Glück irgendwie vorbeizog ließ uns den letzten Teil schnell hinter uns bringen. |
|
| 17.7.03
Heute besuchten Markus und ich zur Abwechslung einen Wasserpark, während Ulli und Heidi den Tag gemütlicher verbrachten. |
|
| 18.-20.7.03
Abschließend genossen wir noch ein paar sonnige Tage in Riva mit netten Plattenklettereien, Cappuccino, Pizza, etc. |
|